Nils Karlsson-Pyssling
 
 

Bertil ist allein zu Hause. Er liegt auf seinem Bett und fühlt sich einsam. Plötzlich hört er kleine trippelnde Schritte unter seinem Bett. Spukt es hier?, denkt Bertil und beugt sich über die Bettkante. Und da entdeckt er etwas Sonderbares. Unter dem Bett steht - ja, es ist ein ganz gewöhnlicher Junge. Es ist nur so, dass er nicht größer als ein Daumen ist.

"Hallo", sagt der Junge. "Ich heiße Nils Karlsson-Däumling." Er wohnte unter dem Fußboden unter Bertils Bett. Dort hatte er eine Wohnung von einer unheimlichen Maus gemietet.

Bada i en kopp !Bertil wollte genauso klein wie Nils Karlsson-Däumling werden, damit sie zusammen spielen konnten. "Das ist die einfachste Sache von der Welt", sagte der Däumling. "Du drückst nur auf den Nagel, den du dort neben dem Loch siehst, und dann sagst du ‚Killevipps'." Bertil kroch unter das Bett, drückte den Zeigefinger auf den Nagel und sagte: "Killevipps!" Und tatsächlich! Da stand er vor dem Mäuseloch, genauso klein wie der Däumling.


Es ist gut, wenn man so klein ist, dass man in einer Geleeschale baden und noch viel mehr anderen Spaß haben kann.

In dem Buch "Im Wald sind keine Räuber", in dem die Geschichte von Nils Karlsson-Däumling steht, gibt es noch mehr Geschichten über kleine, kleine Freunde. Peter und Petra, Allerliebste Schwester, Im Land der Dämmerung, Die Prinzessin, die nicht spielen wollte, Kuckuck Lustig, Die Puppe Mirabell, Die Elfe mit dem Taschentuch und Im Wald sind keine Räuber.

Illustrationen: Ilon Wikland
Foto: Aus dem Film "Nils Karlsson-Däumling"